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Matthias Scharlach (* 22. Oktober 1950 in Mühlhausen/Thüringen,) ist ein deutscher Wissenschaftler und Buchautor.

Leben Bearbeiten

Matthias Scharlach erlernte den Beruf eines Landmaschinen-Traktoren-Schlossers. Nach dem Abitur und Wehrdienst absolvierte er 1975 ein Diplomlehrerstudium in den Fachrichtungen „Mathematik/Physik“ und war danach bis 1984 als Lehrer, Wissenschaftlicher Assistent und Oberassistent tätig.

1981 erfolgte die Promotion zum Dr. paed. auf dem Gebiet der Lehrerbildungsforschung zu experimentellen Untersuchungen der Herausbildung von berufsrelevantem Können. 1982 belegte er ein Zusatzstudium am Hertzen-Institut in Leningrad (Petersburg) und widmete sich methodisch-statistischen Fragen der biometrischen Forschung. Seine 1983 verteidigte Habilitationsschrift auf dem Gebiet der Forschungsmethodik behandelte Fragen der Methodologie und Methodik der experimentellen strukturanalytischen Persönlichkeitsforschung.

1984 erwarb er die Facultas docendi und lehrte von 1985 bis 1989 als ordentlicher Hochschuldozent in der Sektion Pädagogik/Psychologie an der Pädagogischen Hochschule Erfurt zu Fragen der Erziehungstheorien sowie zur Methodologie und Methodik in der sozialwissenschaftlichen Forschung. Von 1986 bis 1991 führte er die Abteilung „Begabungsforschung“ der Sektion Pädagogik/Psychologie und war 1987 bis 1990 deren Stellvertretender Direktor. Scharlach wurde im September 1989 zum Ordentlichen Professor für Erziehungstheorien berufen und leitete bis 1991 als Direktor das nach der friedlichen Revolution neu gegründete Institut für Erziehungstheorien an der Pädagogischen Hochschule Erfurt (heute: Universität Erfurt).

Bis zum Frühjahr 1990 war Scharlach Mitglied des Ständigen Methodologie-Seminars und der Arbeitsgruppe „Begabungsforschung“ bei der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften. Er betreute zahlreiche Diplomanden sowie Doktoranden, hielt Gastvorträge an ost- und westeuropäischen Universitäten und veröffentlichte über 70 Publikationen im In- und Ausland.

1992 übernahm er die Geschäftsführung der Robotron Bildungs- und Beratungszentren in Thüringen bis er 2004 zum Geschäftsführer der innovatio GmbH Institut für Persönlichkeits- und Projektmanagement bestellt wurde. Im Rahmen der Ausarbeitung und Durchführung von Assessments, Job-Match-Analysen und verschiedener Berufseignungstests gründete er 2009 die extro GbR, Institut für Personalauswahl, -qualifizierung und -vermittlung. Er ist Entwickler des Per-Screen[basic], eines Screenings zur Ermittlung der Ausprägung berufsrelevanter Persönlichkeitseigenschaften. Scharlach arbeitet wissenschaftlich an der Austestung von Führungskräfte-Screenings, führt Leadership-Trainings und Seminare zu Fragen des Veränderungsmanagements, der Entfaltung persönlicher Kernkompetenzen und des Karrieredesigns durch.[1]

Ausgewählte Bücher, Zeitschriften- und Zeitungsartikel Bearbeiten

  • Mit Widersprüchen umgehen – nicht Widersprüche umgehen. - In: Dt. Lehrerzeitung. – Berlin 35(1988)41. - S. 5
  • Verständnis für Erziehung / Matthias Scharlach. - Weiden : Schuch, 1991. - 281 S. : Abb. ISBN 3-926931-05-1
  • Aphorismen für Manager. – München•Landsberg am Lech 1994, mvg-verlag (Reihe: Business-Trainung, Nr.: 1154), 135 S.
  • Wahrscheinlich haben wir es noch nicht begriffen. Von Werten, Verantwortung und Human Resources. In: Neue Thüringer Illustrierte. Nov./Dez. 2008, 18. Jahrgang, Nr. 11, F 9262; Weimar, S.39 ff
  • Am Leben vorbei „verzogen“. Von arroganten Weicheiern, behüteten Kotzbrocken und ihren hilflosen Erzeugern. In: Neue Thüringer Illustrierte. Feb./März 2009, 19. Jahrgang, Nr. 02, F 9262; Weimar, S.60 ff
  • Was tun? In: Agogik. Zeitschrift für Fragen der sozialen Gestaltung. Heft Nr. 2 – Juni 2009 / 32. Jahrgang / ISSN 0257-1757, Haupt-Verlag Bern•Stuttgart•Wien, S. 20–34
  • Methodologische und methodische Probleme der experimentellen Persönlichkeitsforschung. Red.: Anita Sachse, Akademie der Pädagogischen Wiss. d. DDR, Zentralstelle für pädagogische Information und Dokumentation. - Berlin, 1985. - 110 S – (Fortschrittsberichte und Studien)
  • Methodologische und methodische Überlegungen zum Nachweis der Entwicklung von Substrukturen der Persönlichkeit. - In: Theoretische und methodologische Grundlagen, Erfahrungen und Aufgabenstellungen für die analytische Arbeit in den pädagogischen Wissenschaften. 8. Session des Ständigen Seminars zu theoretischen und methodologischen Problemen der pädagogischen Wissenschaften. - Berlin, 1986
  • Disziplinerziehung – eine Erziehung zur bewussten aktiven Mitgestaltung der Welt, in der wir leben. - In: Sammelband der Pädagogischen Hochschule Banska Bystrica. - Banska Bystrica, 1988
  • Begabte im Selbstbild. - In: Pädagogik. - Berlin 45(1990)3. - S. 244–247
  • Ist die Förderung Begabter Elitebildung? - In: Bayerische Schule. Zeitschrift des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes e.V. BLLV im VBE 43(1990)9
  • Methodologische Positionen zur experimentellen Begabtenforschung. - In: Tagungsband „Begabungsentwickler“. - Universität Hannover, 1990
  • Über das eigene Unbehagen am Lehrerberuf. Brüche vor dem Umbruch in der DDR: Meinungen von Pädagogikstudenten/ Auswertung einer Umfrage. - In: Frankfurter Rundschau (30.-08.-90)201. - S. 17
  • Zu einigen methodologischen Fragen der Abbildung psychischer Eigenschaften und des Wertes von Informationserfassungsmethoden. - In: Empirische Pädagogik 4 (1990)
  • Disziplin contra Gehorsam. In: Aktuelle Probleme von Schule und Unterricht / hrsg. vonHartwig Schröter. - Maximillian -Universität Würzburg, 1990

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. http://www.perscreen.net/das-verfahren/der-entwickler.html

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